Das Print-Magazin mit der demokratischen Redaktion

Markus Bucheli, 28, ist Inhaber und Gründer der Mag20 AG. Der Betriebsökonom FH ist in Hellbühl (Luzern) aufgewachsen und lebt heute in Zürich. Im Sommer 2010 hat ihn die Idee gepackt, einen Beitrag zu mehr Medienvielfalt zu leisten. Er hat seine Stelle aufgegeben, um sich voll und ganz seinem neuen Engagement zu widmen: Mag20. In Mag20 treffen Journalismus, Social Media und die Weisheit der Vielen aufeinander. Wie, erfahren wir in den Beiträgen von Markus Bucheli. Am 13. August wird die Website aufgeschaltet; am 17. August wird die erste gedruckte Ausgabe des Magazins verteilt.

 

Teil 1

Warum hat eigentlich noch niemand ein Magazin herausgegeben, auf dessen Online-Plattform jeder einen Beitrag schreiben, aber auch mitbestimmen kann, welche Beiträge wöchentlich gedruckt werden? So könnte sich die Weisheit der Vielen zum ersten Mal auch in einem Print-Magazin niederschlagen. Auf diese simple Idee bin ich im Sommer 2010 während den Prüfungsvorbereitungen zum dipl. Wirtschaftsprüfer gekommen. Da mir nichts einfiel, das grundsätzlich gegen diese Idee gesprochen hätte, habe ich sie weiterverfolgt und zuerst einmal im Familien- und Freundeskreis diskutiert.

Obwohl sich die meisten relativ schnell dafür begeistern liessen, verstanden nur Wenige, warum ich mich mit dieser Idee fernab meiner damaligen Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer in der Finanzindustrie beschäftigte. Zugegeben, die Arbeit in der Wirtschaftsprüfung war vielseitig und gut bezahlt. Zudem stand ein zweijähriger beruflicher Auslandaufenthalt an, der mich gereizt hätte. Trotz alldem: Mag20 wollte mir nicht aus dem Kopf.

Markus Bucheli, Mag20

Markus Bucheli, Mag20

 

Ein Beitrag zu mehr Medienvielfalt

Ich blieb also vorerst zurückhaltend und entwickelte während etwa einem Jahr das Konzept weiter. Ich lernte, dass die fünf grössten Verlage in der Schweiz über 90% des Print-Volumens abdeckten. Unter diesem Blickwinkel sah ich Mag20 zunehmend als Beitrag zu mehr Medienvielfalt; als einen weiteren Schritt der Netzbürger, um gesellschaftlich relevante Themen an die Öffentlichkeit zu tragen. Weiter fiel mir auf, dass zwar alle Print-Medien ausgehend von ihren Offline-Produkten eine Online-Lösung suchten, aber kaum jemand die Online-Entwicklungen der letzten Jahre wirklich innovativ für ein Offline-Produkt nutzte.

Mag20 steht in den Startlöchern

Lehrbuchmässig erstellte ich einen Business Plan. Stundenlange Unterhaltungen mit möglichst vielen Personen aus sämtlichen Medienbereichen ergänzten meine Vorbereitungen. Als auch dann keine wesentlichen Gründe gegen eine Weiterführung sprachen, begann die Suche nach den verschiedenen Partnern, um die Idee umzusetzen.

Einige Monate später war es dann soweit. Die Website war erstellt, das Magazin-Layout entworfen sowie Medienpartner und freie Autoren für einen erfolgreichen Start gefunden. Auf Anfang April 2012 kündigte ich meine bisherige Arbeitsstelle, um vor dem Start Mitte August möglichst viele Werbepartner für das Magazin zu finden.

Wie Mag20 funktioniert und wie Autoren und Künstler davon profitieren, dazu mehr im nächsten Blog-Artikel.

Am 17.8. erscheint hier der zweite Teil von Markus Bucheli.

Weiterführende Links:



Fotografie von Markus Bucheli: Gabi Vogt

Die Blogbeiträge von aminachaudri.ch werden auch auf der Mag20-Website aufgeschaltet.

6 Gedanken zu “Das Print-Magazin mit der demokratischen Redaktion

  1. Die Gestaltung der Seite gefällt mir gut.
    Der Ansatz sieht vielversprechend aus,
    dass Mag20 mehr als nur als ein Artikelarchiv wird.
    Ich werde auf jeden Fall zur Mitgestaltung beitragen,
    und Artikel einreichen.

    Wie kommt der Name Mag20 zustande?

  2. Hallo Joachim

    Vielen Dank für dein Feedback, welches mich natürlich freut. Auch kritische Punkte sind selbstverständlich jederzeit willkommen. Wir möchten den Lesern eine möglichst nutzerfreundliche Plattform bieten können.

    Zum Namen: „Mag“ steht einerseits für „Ich mag“ = „I like“. Damit wollen wir das Konzept unterstreichen, dass die meistempfohlenen Beiträge gedruckt werden. Andererseits steht „Mag“ auch für Magazin. Die Nummer 20 steht für die Anzahl gedruckter Beiträge pro Woche.

    Viele Grüsse,
    Markus Bucheli

  3. […] Kopf hinter Mag20, Markus Bucheli, erläutert im Beitrag Das Print-Magazin mit der demokratischen Redaktion seine […]

  4. Was ich nicht verstehe: Warum soll ich eine Magazin kaufen, dessen Beiträge ich bereits online gelesen und für gut befunden habe?

    Ansonsten bin ich FÜR eue innovative Modelle, um eben den großen 5 den garaus zu machen.

    Also weiter machen! .-)

  5. Das machen wir @Droid Boy;-)

    Gegenüber Online bietet das Magazin den Vorteil, dass alle Beiträge lektoriert, illustriert und mit der Bildstrecke eine Künstlers ergänzt werden. Viele bevorzugen zudem noch das haptische Erlebnis, was aufgrund des Drucks und dem Postversand mit gewissen Mehrkosten verbunden ist.

    Aber selbstverständlich können die Beiträge auch nur Online gelesen werden. Ich selber lese zwar online selten mehr als 3 Beiträge, aber das ist halt immer individuell verschieden. Wir möchten den Lesern damit einfach die Auswahl bieten.

    Momentan nimmt die Anzahl der E-Paper- und Post-Abonnenten stetig zu. Die E-Paper-Abonnenten sind klar in der Mehrzahl, aber es gibt auch schon eine Vielzahl an Post-Abonnenten. Das ist tiptop so für uns.

    Ich bin gespannt, wie sich alles entwickelt.

  6. Apropos – Amina Chaudri’s Blogpost von Raoul Haagen (www.goodnewstoday.de) kommt übrigens momentan super an bei den Mag20-Lesern: http://www.mag20.com/artikel/habe-ich-dir-schon-erzaehlt

    Goodnewstoday – Gratuliere zu diesem einzigartigen Konzept!

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