Experiment zur Weisheit der Vielen

Markus Bucheli, 28, ist Inhaber und Gründer der Mag20 AG. Der Betriebsökonom FH ist in Hellbühl (Luzern) aufgewachsen und lebt heute in Zürich. Im Sommer 2010 hat ihn die Idee gepackt, einen Beitrag zu mehr Medienvielfalt zu leisten. Er hat seine Stelle aufgegeben, um sich voll und ganz seinem neuen Engagement zu widmen: Mag20. In Mag20 treffen Journalismus, Social Media und die Weisheit der Vielen aufeinander. Wie, erfahren wir in den Beiträgen von Markus Bucheli. Am 13. August wurde die Website aufgeschaltet; am 17. August wird die erste gedruckte Ausgabe des Magazins verteilt.

 

Teil 2

Eine Plattform für Beiträge abseits der täglichen Nachrichtenflut

Mag20 ist eine Plattform. Wie auf anderen Plattformen auch, können hier Personen Beiträge veröffentlichen und darüber diskutieren. Im Unterschied zu anderen Plattformen werden die beliebtesten 20 Beiträge wöchentlich gedruckt. Die Themen sollen gesellschaftlich relevant sein oder ganz einfach Spass machen. Vielleicht sind sogar Themen dabei, die bis anhin durch die grossen Verlage noch zu wenig abgedeckt werden. Um von Beginn weg über ausreichend Beiträge zu verfügen, werden Inhalte von diversen Medienpartnern übernommen. Zudem haben bereits einige freie Autoren versichert, dass sie Beiträge schreiben werden.

 

 

 

Experiment zur Weisheit der Vielen

Im Gegensatz zu einem klassischen Medienbetrieb bestimmt bei Mag20 nicht die Redaktionsleitung, sondern das Kollektiv mittels Facebook, Twitter oder Google+, welche Beiträge gedruckt werden

Abstimmungssystematik Mag20

Jede Woche werden die 20 beliebtesten Beiträge sanft redigiert und gedruckt. Aufgrund dieser Kollektiventscheidung stellt Mag20 auch ein gross angelegtes Experiment zum Prinzip „Weisheit der Vielen“ dar.

Wie erhält man Mag20?

Das Magazin wird wöchentlich an stark frequentierten Standorten in der Deutschschweiz in einer Auflage von 50’000 Exemplaren handverteilt. Zudem kann Mag20 kostenlos als E-Paper oder per Post (CHF 52.- für 52 Ausgaben) unter www.mag20.com abonniert werden.

Das Künstler-Netzwerk

Zusätzlich zu den 20 beliebtesten Beiträgen erhält jede Woche ein Künstler die Möglichkeit, das Cover und vier Doppelseiten zwischen den einzelnen Rubriken als freie Kunstfläche zu nutzen. Der Künstler wird im Magazin vorgestellt und soll so Aufmerksamkeit erhalten.

Wie bei der Auswahl der Beiträge soll auch bei der Auswahl der Künstler ein demokratischer Effekt spielen: Künstler, die bereits im Mag20 „ausgestellt“ haben, werden Mitglied im Mag20 Art Network. Alle Mitglieder des Mag20 Art Networks können aus den eingegangenen Bewerbungen quartalsweise die Künstler für die Ausgaben im nächsten Quartal bestimmen. Zur Lancierung werden die Künstler der ersten 20 Ausgaben noch von Mag20 bestimmt.

Mag20 als „Social Magazine“

Mag20 als „Social Magazine“ lädt quartalsweise die Mitglieder des Mag20 Art Networks, die Autoren von gedruckten Beiträgen sowie das gesamte Mag20-Team zu einem geselligen Event ein. Hier gibt’s die Möglichkeit, die letzten Ausgaben zu diskutieren und Inputs einzubringen.

Nun bin ich gespannt, wie sich mein Magazin-Experiment entwickeln wird. Was meint ihr dazu?

Teil 1 von Markus Bucheli ist am 12. August erschienen.

 

Weiterführende Links:

 

Artikel: Eine demokratische Auswahl, Ronnie Grob, 29.6.2012

Artikel: Mag20 – ein neuartiges Magazinkonzept geht an den Start, Hans-Dieter Zimmermann, 13.8.2012

Artikel: Gesicherter Start ins Ungewisse, Nick Lüthi, 13.8.2012

Artikel: Publikumsplattform mit Printableger der viralsten Beiträge, Martin Weigert, 15.8.2012

Die Blogbeiträge von aminachaudri.ch werden auch auf der Mag20-Website aufgeschaltet.

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