Behindert und erfolgreich? Kein Widerspruch.

Johannes Mairhofer ist freier Fotograf aus München. Er hat durch eine Operation ein Auge verloren. Was für viele von uns nach einem Nachteil klingt, ist in seinem Beruf ein Vorteil: Fotografen schauen durch die Linse einer Kamera und schliessen dabei ein Auge. Wie seine Berufskollegen in diesen Momenten die Welt sehen, so sieht Johannes sie immer. Dadurch kann er meist schneller abschätzen, wie ein Bild durch die Kamera wirkt.

Behindert und erfolgreich. Kein Widerspruch. 

Johannes Mairhofer

Johannes Mairhofer

Kürzlich hat Johannes Mairhofer sein Projekt „Kein Widerspruch“ gestartet. Auf seiner Website stellen sich Menschen vor, die ihr Anders-Sein nicht als Behinderung, sondern als Stärke sehen und nutzen und die erfolgreich im Leben sind. Sie schreiben über ihre Lebensläufe, über ihre Erfahrungen und über ihre Projekte. Die Fotografien der Mitwirkenden sind immer von Johannes. 

Starke Menschen. Starke Ideen. Starke Projekte

Der erste Beitrag stammt von Schauspieler John Patrick Garth, der ausgebildeter Schauspieler ist. Durch eine Frühgeburt hat er eine Spastik. Schauspiel und Behinderung. Kein Widerspruch.

„Ich möchte, und so geht es, glaube ich, den meisten Behinderten, sowohl privat als auch bei meiner Arbeit als Schauspieler normal behandelt werden. Ich bin nichts Besonderes. Wenn ich etwas brauche, habe ich einen Mund und kann um Hilfe bitten. Manchmal frage ich mich, wer in dieser Welt eigentlich die Behinderten sind. Oft sind die sogenannten „Nichtbehinderten“ durch ihre beschränkte Art zu denken viel behinderter als ich.“ John Patrick Garth, Beitrag Kein Widerspruch.

John Patrick Garth

John Patrick Garth

 

Da das Projekt erst gerade gestartet wurde, werden noch Mitmacherinnen und Mitmacher auf verschiedenen Ebenen gesucht. Wer Lust aufs Mitwirken hat, meldet sich hier.

Damit die Aktion nicht rein virtuell bleibt, wird eine Ausstellung angestrebt und über einen Bildband nachgedacht. Ich werde hier bei www.aminachaudri.ch weiter über die Aktionen berichten. Mir persönlich gefällt an diesem Projekt besonders, dass der Fokus auf die Stärken der jeweiligen Menschen gelegt wird und Menschen mit Behinderungen selber über ihre Projekte schreiben.

Dieses Projekt habe ich dank @leidmedien entdeckt.

Weiterführende Links: 

Kein Widerspruch: Website

Johannes Mairhofer bei Twitter: @photonity

Kein Widerspruch bei Facebook

 

10 Gedanken zu “Behindert und erfolgreich? Kein Widerspruch.

  1. Sorry, aber die Überschrift „Behindert und erfolgreich? Kein Widerspruch“ ist diskriminierend.
    Jedoch schreiben Sie weiter, Sie haben Glück: Dummheit ist nicht strafbar und wir haben Meinungsfreiheit!

  2. Amina Chaudri

    Sehr geehrte Frau Brandt

    Danke für Ihren Kommentar. Behindert und erfolgreich zu sein, darin sehe ich keinen Widerspruch.

    Johannes Mairhofer, der das Projekt gegründet hat, erklärt das auf seiner Site so:
    Jemand ist dann z.B. erfolgreich trotz seiner vermeintlichen Einschränkungen.
    Das klingt oft so als ob es ein Widerspruch wäre, erfolgreich zu sein, wenn man eine Behinderung hat. Dass dies eben kein Widerspruch ist und sogar ein Vorteil sein kann, möchte ich hier aufzeigen.

    „Kein Widerspruch“ steht also in diesem Zusammenhang.

    „Kein Widerspruch“ hat er bestimmt nicht gewählt, weil niemand seine Meinung kund tun soll. Im Gegenteil.

  3. Hallo Frau Brandt,

    ich bin Johannes, der Initiator des Projektes. Amina hat mich auf Ihren Kommentar hingeweisen, darum schreibe ich hier.

    Warum ist das in Ihren Augen „diskriminierend“? Widerspruch hat hier nichts mit „wiedersprechen“ zu tun, sondern mit der Tatsache, das es (wie viele denken) KEIN Widerspruch (im Sinne von widersprüchlich) ist.

    Besuchen Sie doch die Seite, dann werden Sie merken um was es bei der Sache geht.

  4. Das ist ein ganz wundervoller Artikel und auch der Titel ist sehr gut gewählt.

    Weiter so. Danke!

  5. Liebe Frau Brandt,

    „Dummheit ist nicht strafbar und wir haben Meinungsfreiheit“ gilt vor allem auch für Ihren Beitrag.

    Die anderen Beiträge hier finde ich sehr liebevoll, ausgewogen und interessant.

  6. Die gute Frau Brandt ist ganz und gar erfolglos. Deshalb vielleicht erträgt sie es nicht, wenn andere erfolgreich sind?

  7. Diskutieren sie ruhig. Auch ausführlich, wenn sie Zeit dafür haben.

    Stossend an Ihrer Äusserung ist, dass sie der Bloggerin Dummheit andichten. Und das, liebe Frau B., ist ausgesprochen unfein und … dumm.

  8. Liebe Frau Brandt,

    warum fühlt sich der Protagonist des Artikels nicht diskriminiert? Um ihn geht es immerhin. Das ist ein positiver Artikel. Bitte erkennen Sie das.

    Sie missbrauchen den Begriff „Diskriminierung“. Schauen Sie einmal wen Sie mit ihrem kleinen Kommentar so diskriminieren. Die Dummen und den Schreiber des Artikels. Was möchten Sie damit bezwecken? Lassen Sie es doch bleiben, freuen Sie sich und stellen Sie sich auf die Seite der Guten. ☺

    Liebe Grüße

    Sabine

  9. Behindert und erfolgreich? Kein Widerspruch.

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