Zwei Projekte suchen inspirierende Geschichten. Eure?

Zwei Projekte sind mir in den vergangenen Tagen aufgefallen, die ich kurz vorstellen möchte. Beide wurden von spannenden Frauen ins Leben gerufen. Gesucht werden Geschichten und Ideen, Ansichten, die inspirieren. Vielleicht habt Ihr Lust, mitzumachen?

Bei selbstbestimmung.ch habe ich einen Artikel von Lothar Ebe über das Projekt von Katharina Mottyll entdeckt: Die schwerhörige Studentin Katharina Mottyll sucht Bilder und Texte für eine Zeitschrift, bei der es NICHT um Helden oder Opfer geht.

Zeitschrift über Menschen mit Behinderung

Mottyll entwickelt im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit ein Magazin. „In meinem Thema geht es um die Konzeption und Umsetzung einer Zeitschrift, die über Menschen mit Behinderung berichtet”. Warm und transparent und nicht zuletzt auch humorvoll soll die Ansprache werden. „Die Arbeit handelt von Menschen, die trotz gesellschaftlicher und damit verbundener sozialer Hürden ihren völlig eigenen Weg gehen”.

Mehr Informationen zu Katharina Mottyll und zum Projekt sind im Artikel  „Ein einmaliges Magazin über Menschen mit Behinderung, die ihren eigenen Weg gehen” zu finden.

Katharina Mottyll -privat

Katharina Mottyll -privat

Projekt superwork

Vor einiger Zeit wurde ich auf ein Interview von Mathias Morgenthaler mit Catharina Bruns aufmerksam. Seither bin ich in Vorfreude, in den Weihnachtsferien ihr Buch  „Work is not a Job. Was Arbeit ist, entscheidest du!” zu lesen.

Catharina Bruns und Sophie Pester arbeiten gemeinsam an ihren Unternehmen supercraftworkisnotajobhello handmade und Lemon Books. Und nun kommt noch ein weiteres dazu: superwork. Vielleicht passt Eure Geschichte genau zu ihrem Projekt, das sie auf der Homepage mit folgenden Worten vorstellen: „Eine Interviewreihe über Träumer, Gründer und Selbermacher. Wir zeigen Menschen und ihre Geschichten.”

„Mit superwork wollen wir Menschen zeigen, die durch ihre Arbeit und ihre Geschichten inspirieren und die glücklich sind mit dem, was sie tun. Uns interessieren die unterschiedlichsten Arbeits- und Lebensentwürfe. Also fragen wir Leute, die Teil dieser Veränderung sind, die das, was sie tun, neu oder anders für sich definieren. Vorbilder für einen neuen Umgang mit Arbeit.”

„Uns interessiert, was Du über Arbeit denkst, egal ob du selbstständig, auf der Suche, angestellt oder ausgestiegen bist.”

Zwei Projekte suchen also inspirierende Geschichten. Eure Geschichte?

2 Gedanken zu “Zwei Projekte suchen inspirierende Geschichten. Eure?

  1. Guten Abend Frau Chaudri

    Über Facebook bin ich auf Ihre Seite gestossen, interessant. Als ich als Kleinkind das Gehen lernte, bemerkte man an der linken Körperseite hauptsächlich am Bein eine Spastik. Von da an musste ich jedes Jahr Untersuchungen machen. Ebenfalls besuchte ich bis ca. 14 jährig die Phisiotherapie. Mit fünfzehn konnte ich dann besser gehen. Als ich mit sechzehn jährig wegen häufigen Halluxschmerzen (am linken Fuss)meinen Kinderarzt aufsuchte empfahl dieser mir eine Halluxop. Wir haben uns für ein Spital entschieden wo ich operiert wurde. Ich hatte noch nie in meinem Leben so Schmerzen wie nach dieser OP und dann wurde ersichtlich wieso. Anstatt der linke Hallux richtig zu operieren hatte er die drei mittleren Zehen abgestuft. Dies sei nötig gewesen, da alle drei gleich lang waren. Nun hatte ich noch zwei Zehen beim Gehen auf dem Boden. Die restlichen Drei wurden zu kurz geschnitten und standen in die Luft. So konnte ich ja kaum gehen und so entschieden wir uns (meine Eltern und ich) für eine Korrekturoperation. Natürlich nicht beim selben Arzt wie vorher. Die Korrektur war besser. Heute zwanzig Jahre später kommt mir alles vor wie ein Horrorfilm. Seit eh und je bin ich gut in den Alltag integriert. Bis heute habe ich immer 100 % gearbeitet nun bin ich gerade Arbeitslos und besuche ein Projekt vom RAV. Bedauerlicherweise hat sich mein Gehen über die Jahre verschlechtert doch seit Klein besass ich eine innere Stärke sowie ein sonniges Herzen. Mein Optimismus ist sehr gross, dafür bin ich sehr dankbar. Da ich auch Fitness mache, Tanze sowie aqua-walking, bin ich sehr aktiv. Ich bin umgeben von wunderbaren Menschen. Die Verbundenheit mit mir selber ist gross. Ich empfinde mich als ganz ’normal‘ doch wenn ich dann die Blicke der Menschen auf der Strasse, im Bus, in Clubs sowieso überall spühre und sehe, so werde ich immer wieder daran erinnert, dass ich ein ‚Exot’bin.

    Dies ist meine Geschichte und trotz allem bin ich ein glücklicher, dankbarer Mensch.

    Ä schönä Abe

    Katrin Pfister

  2. Liebe Frau Pfister

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Geschichte! Ich werde diese gerne an Katharina Mottyll weiterleiten und werde mich gleich noch per Mail bei Ihnen melden.

    Vorerst auch einen schönen Abend.

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