Menschen und ihre Projekte: Blogtipps sind herzlich willkommen.

Seit ein paar Monaten habe ich keine Geschichten mehr publiziert. Das lag ganz und gar nicht daran, dass mir keine spannenden Menschen oder Projekte begegnet sind. Ich habe mich in der letzten Zeit einfach auf andere Tätigkeiten fokussiert und das wird sich in der nächsten Zeit auch nicht ändern.

Umso mehr habe ich es genossen, gelegentlich in anderen Blogs zu stöbern und auf Entdeckungsreise zu gehen. Wer gerne Einblicke in die (Arbeits-) Welt anderer Menschen erhält, dem empfehle ich folgende Blogs:

  • Interviews mit Menschen, die beruflich eigene Wege gehen und ihre Berufung leben, sind bei „Beruf + Berufung“ von Mathias Morgenthaler zu finden.
  • Eine Interviewreihe über Träumer, Gründer und Selbermacher ist bei „SUPERWORK“ von Catharina Bruns und Sophie Pester zu finden.
  • Bei „Freunde von Freunden“ gibt es regelmässig inspirierende Interviews mit Menschen aus aller Welt zu entdecken. Alleine schon die stilvollen Fotografien im Blog verleiten zum Verweilen.
  • Bei „Kein Widerspruch“ stellen Menschen mit einer Behinderung ihre Projekte und Ideen vor.
  • Bei „The Brander“ liegt der Fokus auf Reportagen über Marken und ihre Macher aus aller Welt. Auch hier laden die Fotos zum Verweilen ein.
  • Leben ohne Limit: Inspiration ist oftmals der erste Schritt auf dem Weg der Veränderung. Ein Onlinemagazin für Psychologie, Philosophie und Persönlichkeit.

 

Vielleicht kennt ihr weitere empfehlenswerte Blogs, in denen Menschen und ihre Projekte vorgestellt werden? Ich freue mich über Tipps und darauf, in Ruhe Neues zu entdecken.

 

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Ab und zu werde ich auch zukünftig auf Menschen, Projekte und Events hinweisen. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine wunderbare Zeit.

Zwei Projekte suchen inspirierende Geschichten. Eure?

Zwei Projekte sind mir in den vergangenen Tagen aufgefallen, die ich kurz vorstellen möchte. Beide wurden von spannenden Frauen ins Leben gerufen. Gesucht werden Geschichten und Ideen, Ansichten, die inspirieren. Vielleicht habt Ihr Lust, mitzumachen?

Bei selbstbestimmung.ch habe ich einen Artikel von Lothar Ebe über das Projekt von Katharina Mottyll entdeckt: Die schwerhörige Studentin Katharina Mottyll sucht Bilder und Texte für eine Zeitschrift, bei der es NICHT um Helden oder Opfer geht.

Zeitschrift über Menschen mit Behinderung

Mottyll entwickelt im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit ein Magazin. „In meinem Thema geht es um die Konzeption und Umsetzung einer Zeitschrift, die über Menschen mit Behinderung berichtet”. Warm und transparent und nicht zuletzt auch humorvoll soll die Ansprache werden. „Die Arbeit handelt von Menschen, die trotz gesellschaftlicher und damit verbundener sozialer Hürden ihren völlig eigenen Weg gehen”.

Mehr Informationen zu Katharina Mottyll und zum Projekt sind im Artikel  „Ein einmaliges Magazin über Menschen mit Behinderung, die ihren eigenen Weg gehen” zu finden.

Katharina Mottyll -privat

Katharina Mottyll -privat

Projekt superwork

Vor einiger Zeit wurde ich auf ein Interview von Mathias Morgenthaler mit Catharina Bruns aufmerksam. Seither bin ich in Vorfreude, in den Weihnachtsferien ihr Buch  „Work is not a Job. Was Arbeit ist, entscheidest du!” zu lesen.

Catharina Bruns und Sophie Pester arbeiten gemeinsam an ihren Unternehmen supercraftworkisnotajobhello handmade und Lemon Books. Und nun kommt noch ein weiteres dazu: superwork. Vielleicht passt Eure Geschichte genau zu ihrem Projekt, das sie auf der Homepage mit folgenden Worten vorstellen: „Eine Interviewreihe über Träumer, Gründer und Selbermacher. Wir zeigen Menschen und ihre Geschichten.”

„Mit superwork wollen wir Menschen zeigen, die durch ihre Arbeit und ihre Geschichten inspirieren und die glücklich sind mit dem, was sie tun. Uns interessieren die unterschiedlichsten Arbeits- und Lebensentwürfe. Also fragen wir Leute, die Teil dieser Veränderung sind, die das, was sie tun, neu oder anders für sich definieren. Vorbilder für einen neuen Umgang mit Arbeit.”

„Uns interessiert, was Du über Arbeit denkst, egal ob du selbstständig, auf der Suche, angestellt oder ausgestiegen bist.”

Zwei Projekte suchen also inspirierende Geschichten. Eure Geschichte?

Behindert und erfolgreich? Kein Widerspruch.

Johannes Mairhofer ist freier Fotograf aus München. Er hat durch eine Operation ein Auge verloren. Was für viele von uns nach einem Nachteil klingt, ist in seinem Beruf ein Vorteil: Fotografen schauen durch die Linse einer Kamera und schliessen dabei ein Auge. Wie seine Berufskollegen in diesen Momenten die Welt sehen, so sieht Johannes sie immer. Dadurch kann er meist schneller abschätzen, wie ein Bild durch die Kamera wirkt.

Behindert und erfolgreich. Kein Widerspruch. 

Johannes Mairhofer

Johannes Mairhofer

Kürzlich hat Johannes Mairhofer sein Projekt „Kein Widerspruch“ gestartet. Auf seiner Website stellen sich Menschen vor, die ihr Anders-Sein nicht als Behinderung, sondern als Stärke sehen und nutzen und die erfolgreich im Leben sind. Sie schreiben über ihre Lebensläufe, über ihre Erfahrungen und über ihre Projekte. Die Fotografien der Mitwirkenden sind immer von Johannes.  Weiterlesen…

Vernetzung von Grosseltern, die ein Enkelkind verloren haben oder deren Enkelkind schwer erkrankt ist.

Sternenkinder-Grosseltern:

Vier Jahre lang begleitete Brigitte Trümpy Birkeland ihren krebskranken Enkel Till – bis zu seinem Tod vor zweieinhalb Jahren. Sie ist die Mutter von Kerstin Birkeland Ackermann, deren Projekt herzensbilder am 20.5. hier im Beitrag „Profi-Fotografen schenken Familien mit schwer kranken Kindern Fotoshootings“ vorgestellt wurde.

Brigitte Trümpy hat fünf Enkelkinder, ihre so genannten Erdenenkel, und den Sternenenkel Till. Der Begriff Sternenkinder wird umgangssprachlich für verstorbene Kinder verwendet. Tag und Nacht waren die engsten Bezugspersonen von Till mit ihm im Spital. Dazu gehörte natürlich auch Brigitte Trümpy.

B. Trümpy Birkeland und Till

B. Trümpy Birkeland und Till

Life is what happens to you while you are busy making other plans. (John Lennon)

B. Trümpy Birkeland und ihre Enkelkinder

B. Trümpy Birkeland und ihre Enkelkinder

Grosseltern werden in solchen aussergewöhnlichen Situationen oft stark beansprucht, sie sind wichtige Stützen, damit der Alltag der betroffenen Familie überhaupt noch funktionieren kann. Grosseltern sind für alle da: für die Grosskinder, für die eigenen Kinder, für das Umfeld. Woher aber nehmen sie die Kraft? Wo und mit wem tauschen sie sich aus? Wer unterstützt sie in dieser Situation? Brigitte Trümpy vermisste oft den Austausch mit anderen Menschen in ähnlichen Situationen. Deshalb lancierte sie das Projekt Sternenkinder-Grosseltern. Von ihrem Wohnort Netstal im Kanton Glarus aus vernetzt sie betroffene Grosseltern in der ganzen Schweiz sowie in Deutschland und Österreich. Sie ist Anlaufstelle bei Fragen, vernetzt, vermittelt und steht in Kontakt mit verschiedenen Fachstellen und Ärzten.

Im nächsten Jahr erscheint ihr Buch über die Geschichte ihres Enkelkindes. Gerne werde ich in meinem Blog darüber berichten.

Brigitte Trümpy freut sich über jede Kontaktaufnahme.

 

Weiterführende Links:

Website Sternenkinder-Grosseltern

Sternenkinder-Grosseltern bei Facebook

Kontakt: brigitt.truempy@bluewin.ch

Artikel im Beobachter von Judith Wyder

Fotografien: Kerstin Birkeland Ackermann

 

Profi-Fotografen schenken Familien mit schwer kranken Kindern Fotoshootings

Kerstin Birkeland-Ackermann weiss aus eigener Erfahrung wie sich stürmische Zeiten auf eine Familie auswirken. Vor zweieinhalb Jahren hat sie ihren Sohn Till nach vierjährigem Kampf gegen den Krebs verloren. In Zeiten, in denen sich Familien im Ausnahmezustand befinden, muss die Energie gebündelt und für das Funktionieren im Alltag eingesetzt werden. Ein Fotoshooting für die Familie zu organisieren, kommt kaum jemandem in den Sinn, obwohl genau diese Bilder für Eltern oder für die Geschwister später wertvolle Erinnerungsstücke wären.

It always seems impossible, until it’s done. (Nelson Mandela)

Im Juli 2012 hat Kerstin Birkeland-Ackermann das Projekt herzensbilder.ch gestartet:

Profi-Fotografinnen und -Fotografen aus der ganzen Schweiz sind einsatzbereit und besuchen Familien mit schwer kranken, behinderten und viel zu früh oder tot geborenen Kindern zu Hause, im Spital oder an einem anderen Wunschort und schenken den Familien wunderschöne Familienfotos.

Logo Herzensbilder

Logo Herzensbilder

Ein Projekt, das mich berührt. Ein Projekt zum Weitererzählen und zum Unterstützen. Ich habe herzensbilder.ch via Twitter entdeckt. Danke herzlich @bkonetschnig !

Weiterführende Links:

Website herzensbilder

herzensbilder bei Facebook

Kontakt: birkeland-ackermann@bluewin.ch

PS: Die Mutter von Kerstin Birkeland-Ackermann verleiht Grosseltern eine Stimme, deren Enkelinnen oder Enkel von einer schweren Krankheit betroffen sind. Auf dieses Projekt gehe ich im nächsten Blogbeitrag ein.