Menschen und ihre Projekte: Blogtipps sind herzlich willkommen.

Seit ein paar Monaten habe ich keine Geschichten mehr publiziert. Das lag ganz und gar nicht daran, dass mir keine spannenden Menschen oder Projekte begegnet sind. Ich habe mich in der letzten Zeit einfach auf andere Tätigkeiten fokussiert und das wird sich in der nächsten Zeit auch nicht ändern.

Umso mehr habe ich es genossen, gelegentlich in anderen Blogs zu stöbern und auf Entdeckungsreise zu gehen. Wer gerne Einblicke in die (Arbeits-) Welt anderer Menschen erhält, dem empfehle ich folgende Blogs:

  • Interviews mit Menschen, die beruflich eigene Wege gehen und ihre Berufung leben, sind bei „Beruf + Berufung“ von Mathias Morgenthaler zu finden.
  • Eine Interviewreihe über Träumer, Gründer und Selbermacher ist bei „SUPERWORK“ von Catharina Bruns und Sophie Pester zu finden.
  • Bei „Freunde von Freunden“ gibt es regelmässig inspirierende Interviews mit Menschen aus aller Welt zu entdecken. Alleine schon die stilvollen Fotografien im Blog verleiten zum Verweilen.
  • Bei „Kein Widerspruch“ stellen Menschen mit einer Behinderung ihre Projekte und Ideen vor.
  • Bei „The Brander“ liegt der Fokus auf Reportagen über Marken und ihre Macher aus aller Welt. Auch hier laden die Fotos zum Verweilen ein.
  • Leben ohne Limit: Inspiration ist oftmals der erste Schritt auf dem Weg der Veränderung. Ein Onlinemagazin für Psychologie, Philosophie und Persönlichkeit.

 

Vielleicht kennt ihr weitere empfehlenswerte Blogs, in denen Menschen und ihre Projekte vorgestellt werden? Ich freue mich über Tipps und darauf, in Ruhe Neues zu entdecken.

 

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Ab und zu werde ich auch zukünftig auf Menschen, Projekte und Events hinweisen. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine wunderbare Zeit.

«Aussteigen – Umsteigen»: ein Buch, das Veränderungen ins Zentrum stellt

Mathias Morgenthaler ist als Journalist für den «Bund» in Bern tätig, seit 2002 als Wirtschaftsredaktor. Er hat in den letzten 16 Jahren über 800 Interviews zu Arbeits- und Laufbahnfragen geführt und in diversen Tageszeitungen veröffentlicht. Die Interviews mit Menschen, die ihrer Berufung nachgehen, regen jeweils viele Menschen zum Nachdenken an. Er ist Autor der Bücher «Beruf und Berufung» (2010) und «Aussteigen – Umsteigen» (2013) und Betreiber des Portals beruf-berufung.ch.

Früher war der Beruf etwas derart Unveränderliches, dass manche ihn noch auf dem Grabstein vermerkten. Heute haben wir alle Freiheiten, uns neu zu erfinden – manchmal werden wir auch dazu gezwungen. Das kann zu erstaunlichen Veränderungen führen:

  • Eine alleinerziehende Mutter jobbt als Kellnerin und Putzfrau in St. Moritz und arbeitet sich über die Jahre zur Luxusimmobilien-Maklerin hoch.
  • Ein Lehrer sucht das Weite, kommt todkrank von seiner ersten Reise nach Borneo zurück und wird später zum führenden Anbieter von Südseereisen.
  • Ein langjähriger Bank-Filialleiter kündigt seinen gut bezahlten Job und wagt ein Jahr später einen Neustart als Tee- und Gewürzhändler.

Solche Geschichten sind es, die meinen Arbeitsalltag so interessant und abwechslungsreich machen. Als Journalist habe ich das Privileg, meine Interviewpartner auszuwählen, ihnen persönliche Fragen zu stellen und daraus eine Geschichte zu machen, die viele andere Menschen erreicht und berührt. Seit 16 Jahren erscheint Woche für Woche ein solches Interview, stets geht es um die Arbeit, um berufliche Veränderung, Erfolg und Erfüllung.

Mathias Morgenthaler

Mathias Morgenthaler

 

In diesen Tagen ist mein zweites Buch zum Thema erschienen, das ich gemeinsam mit dem Berner Coach Marco Zaugg verfasst habe. «Aussteigen – Umsteigen» steht programmatisch auf dem Titelblatt – da muss man sich als Autor natürlich die Frage gefallen lassen, ob man überhaupt etwas von der Materie versteht. Wenn einer seit 16 Jahren brav jede Woche ein Interview mit mutigen Berufsleuten veröffentlicht und dabei stets auf die Infrastruktur und den Lohn seines Arbeitgebers vertraut: hat so einer überhaupt etwas zu sagen zum Thema Aussteigen und Umsteigen?

Wenn ich durch die über 800 Interviews etwas gelernt habe, dann vielleicht folgendes: So sehr wir inspirierende Geschichten brauchen, um in Bewegung zu kommen, so gefährlich ist es, sich mit anderen zu vergleichen in einer Sache, für die es keinen allgemein gültigen Massstab gibt. Eine Akademikerin, die ihre Doktorarbeit liegen lässt und in Rio das Zirkushandwerk lernt? Ein ETH-Student, der mit vegetarischen Restaurants die Schweizer Gastronomie verändert? Ein Spitzensportler, der trotz Querschnittlähmung als Arzt arbeitet und als Pianist auftritt? Das alles sind extreme Beispiele von Veränderungswille und -fähigkeit. Wir könnten uns leicht durch sie entmutigen lassen und bilanzieren: «Im Vergleich dazu bin ich an Ort und Stelle getreten.» Weiterlesen…